Arbeitsmarkt
Innovationen in der Industrie und in kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) sind heute eng mit der Einführung und stetigen Verbesserung von IT Lösungen verknüpft. 34% dieser Firmen haben allein europaweit im Verlauf des Jahres 2004 "new or significantly improved internal processes" eingeführt, die direkt auf die Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien zurückgehen 1. 96% aller KMUs sind heute an das Internet angeschlossen, 70% haben ein LAN, 69% verfügen über einen Internetauftritt, davon ein Drittel mit einem Content Management System (CMS)2. Diese, auch für KMUs immer mehr unternehmenskritischen, Dienstleistungen werden zu 65% von externen IT-Firmen erbracht, darüber hinaus oder ergänzend auch von eigenen Mitarbeitern. Der Studiengang ermöglicht somit auch einen Start in die Selbstständigkeit.
Die Ergebnisse werden von der im Juli dieses Jahres erschienenen Studie von Richard Peynot (Forrester) bestätigt. Peynot sieht aufgrund der anstehenden Pensionierungswelle in Europa einen massiven Mangel an IT-Fachkräften bereits für 2006 vorher. Dabei werde aber weniger der reine Informatiker klassischen Zuschnitts gefragt sein, als IT-Fachleute mit einem guten Verständnis von Anwendungen u. a. im eBusiness-Umfeld 3. Peynot weist den Hochschulen eine Schlüsselstellung in dieser Krise zu. Die massiven Gefahren für die europäische Wettbewerbsfähigkeit können mittelfristig nur durch einschlägige Studiengänge aufgefangen werden, die auf die veränderten Bedürfnisse reagieren.
Der Studiengang Kommunikations-Informatik nimmt diese Herausforderungen an und konzentriert sich direkt auf die wissenschaftliche Ausbildung qualifizierter Experten für diesen wichtigen Markt, der sich quer durch alle Industriesektoren, Länder und Firmengrößen erstreckt. Er ermöglicht den Absolventinnen und Absolventen, netzbasierte Softwaresysteme zu entwickeln und zu warten, Netzinfrastrukturen zu planen und zu administrieren und Firmeninformationen zu strukturieren und auszutauschen. Die Absolventen haben dadurch exzellente Chancen am Markt, sowohl bei Serviceprovidern als auch in den Firmen selbst als interner IT-Dienstleister unterzukommen. Der konsequente Fokus auf Netztechnologien ermöglicht den Absolventen ebenfalls eBusiness-Lösungen zu implementieren.1. e-business w@tch. A pocketbook of e-business indicators. 2005 edition , S. 11. Die Werte sind gewichtet nach der Anzahl der Angestellten. Die Umfragen, auf denen die Zahlen beruhen, wurden Anfang 2005 durchgeführt.
2. e-business w@tch, Tabellen A.1, A.2 und D.1. Die Zahlen sind die europaweiten Durchschnittszahlen gewichtet nach der Anzahl der Angestellten. Die Zahlen nur für Deutschland sind nochmals signifikant höher, nämlich 98%, 74% bzw. 79%.
3. Richard Peynot, Europe's Looming IT Skills Deficit, 6.7.2005, passim.
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