TextGrid

Webservices für die Wissenschaft

Das Projekt TextGrid errichtet eine gridfähige Workbench für die gemeinschaftliche philologische Bearbeitung, Analyse, Annotation, Edition und Publikation von Texten. Damit wird die Integration neu erstellter digitaler Texte in vorhandene Datensammlungen - die häufig mehrere Terabyte umfassen - und ihre Verknüpfung mit Erschließungsmaterialien wie etwa Wörterbüchern, Lexika, Nachschlagewerken und Indizierungsinstrumenten möglich.

Das Gesamtziel ist die Schaffung eines virtuellen Arbeitsplatzes, der es dem Anwender ermöglichen soll, die jeweils benötigten großen Textsammlungen auszuwerten und die im Projekt entwickelten Dienste transparent zu nutzen. Somit wird erstmals die Grid-Technologie für Geisteswissenschaftler nutzbar gemacht.

TextGrid ist Teil der D-Grid-Initiative, mit der das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine nachhaltige Grid-Infrastruktur in Deutschland aufbaut. Die TextGrid-Konsortialpartner (SUB Göttingen, Uni Würzburg, Uni München, Max-Planck Digital Library München, TU Laiserlautern, Uni Trier, TU Darmstadt, IDS Mannheim, FH Worms sowie der kommerzielle Partner DAASI International GmbH) werden vom BMBF über einen Zeitraum von 3 Jahren bis Ende Mai 2012 gefördert.

Weil TextGrid in einem digitalen Ökosystem von deutschen und internationalen eHumanities- und eScience-Projekten existiert, besteht auch der dringende Bedarf, die bereitgestellten Dienste in einer für die jeweilige Fachdisziplin angemessenen Weise zu beschreiben und, mindestens genauso wichtig, für potentielle Nutzer auffindbar zu machen. Gleichzeitig muss aber jede Institution die Kontrolle über ihre Daten behalten.

Herr Prof. Dr. Küster und Herr Dr. Ludwig haben im Projekt TextGrid I die notwendigen Vorarbeiten geleistet, um eine föderierte eHumanities-Registry aufzubauen, die diesen Anforderungen gerecht wird und auch den Informationsaustausch mit unabhängigen Projekten ermöglicht.

Am 13.07.2011 wurde offiziell die erste stabile Version von TextGrid veröffentlicht. Diese Version kann von Textwissenschaftlern produktiv für ihre Arbeit eingesetzt werden und umfasst bereits Tools wie XML-Editor und Text-Bild-Link-Editor und Dienste wie Suche und Anbindung an das Grid. Das Interesse an der Version 1.0 war groß. An den Workshops zum Release haben über 150 Personen teilgenommen. Auch an den Tools, die erst im Release 2.0 hinzukommen, besteht bereits reges Interesse.

 

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